Schwere Zeiten nach einem schweren Event

Nach dem Etappenrennen in Österreich und Italien nahm sich mein Körper eine Zwangspause. Ich war eine Woche lang krank. Weil auch noch Prüfungszeit war, dachte ich mir, dass eine Extrapause nicht schaden könnte.

Der Einstieg in die Wettkämpfe fiel dadurch besonders schwer. Der erste Wettkampf war eine Trainingsrennserie, die ich trotz starker Magenschmerzen beendete. Dannach folgte ein MTB-Wettkampf bei Grafling, den ich ohne richtigen Druck aufs Pedal beenden konnte. Doch zufrieden war ich nicht.

Zu guter Letzt bin ich dieses Wochenende in Viechtach bei einem B/C-Kriterium gestartet. Leider wieder vom Pech verfolgt, da ich am Freitag 20 Stunden im Bett gelegen bin (Übelkeit und Durchfall). Trotzdem ging ich an den Start mit dem Ziel möglichst lang mitzufahren. Überraschenderweise konnte ich die komplette Distanz mitfahren, obwohl ich mit Kopfschmerzen und Magenproblemen gestartet bin. Besonders beeindruckend war der Schnitt von über 40km/h.

Leider kam es aber in der letzten Runde und Kurve zu einem Unfall anderer Fahrer. Auf diesem Wege den Gestürtzten eine gute Besserung.

– Wieder haben sich ein paar interessante Links angehäuft:

  • Die schönsten Fotos der Tour de France in zwei Teilen. Blut, Sand, Regen und Knochenbrüche schreckten die tapfersten der Tourleidenden nicht zurück um immer Vollgas zu fahren. Teil eins und Teil zwei.
  • Sehr schön, sehr klassisch, sehr chillig. Die Bikes der Marke Linus. Die klassische Variante schon für unter 400 Dollar, die sportliche für 555 Dollar. (hier gefunden)
  • Ein weiteres Bike für die Stadt zum Einkaufen oder um mal eben das Baby spazieren zu fahren. Taga Bikes machts möglich.
  • Für die Hipster unter euch ein paar animierte Videos.
  • Die neue Farbe des Sommers ist gelb, jedenfalls laut The Shadow Conspiracy, die sich die Meinung einiger Fahrer angehört haben. Achtung Sonnenbrille aufsetzen.

– Video des Tages:

Was die Jungs vom Deutschen Behinderten Sportbund draufhaben, könnt ihr hier sehen. Da wird manch normaler Rennradfahrer schon eher auf die Bremse treten, doch Vico und Bernd sind unerschrocken und sausen den höchsten Berg des mittleren Schwarzwalds Kandel runter.

Leiden für Erfolge

Dieses Wochenende bin ich 2 Wettkämpfe gefahren und dabei zweimal unter die Top 3 gefahren. Der erste Wettkampf war wieder ein Bahnrennen in Niederpöring. Leider mit wenig Teilnehmern jedoch umso schwieriger sich im Feld zu verstecken. Ich versuchte mich aus den Spurts rauszuhalten und die Chancen für Ausreissversuche zu nutzen. Mein erster Versuch misslang, da mich das Feld nach 8 Runden wieder einfing. Der zweite Versuch war dann erfolgreicher und ich konnte mich erfolgreich absetzen. Ich motivierte mich dann noch einen Zahn zuzulegen und schaffte es sogar als einziger Fahrer das Feld zu überrunden und somit meine Punkte zu verteidigen und wurde somit Erster.

Am nächsten Tag folgte das Kriterium in Buch am Erlbach. Über 60 Fahrer gingen an den Start und vom Start weg wurde ein hohes Tempo gefahren. Es gab dann auch die ersten Versuche sich vom Hauptfeld zu lösen. Jedoch war ich zu dem Zeitpunkt noch im Feld, so dass ich 2 Runden lang an der Spitze des Feldes versuchte die Ausreisser einzufangen. Da kein weiterer Fahrer daran interessiert war die Ausreisser einzufangen musste ich ununterbrochen vorne fahren. Nachdem ich die Fluchtgruppe wieder einfing, versuchte ich mit mehreren Attacken mich vom Hauptfeld zu lösen. Es fanden sich dann auch noch 3 weitere Fahrer die mit mir fuhren und deren Teams das Hauptfeld bremsten. Anfangs versuchte ich einen möglichst grossen Vorsprung zum Hauptfeld zu gewinnen, so dass ich wieder viel im Wind fuhr und die ersten Zwischenwertungen nicht mitsprintete. Erst dannach holte ich mir den ein oder anderen Sprint. Doch ich merkte, dass ich viel an Kraft verloren hatte und zwei meiner Mitfahrer ziehen lassen musste. Dennoch gelang es dem anderen zurückgebliebenen Fahrer und mir noch bis zum Schluss des Rennens vor dem Hauptfeld zu bleiben. Damit sicherte ich mir meinen dritten Platz . Nach dem Rennen hatte ich jedoch extreme Schmerzen im Rücken und konnte mich minutenlang nicht bewegen. Mein Arzt meinte, dass ein Muskel eingezwickt sei. Doch ich bin auf dem Weg der Besserung.

Was dabei rauskommt wenn man Cervelo und Chromehearts mischt. (via highsnobiety)

Vom ehemaligen Olypiateilnehmer Chris Boardman kommt folgendes futurischtisches Fahrrad. Diebstahlsicher dank Fingerabdruck, mit Elektromotor und integrierten Tacho mit Kalorienanzeige. (via Gizmodo)

Es gibt sie doch noch, die letzten Abenteurer auf der Welt. Seit 3 Jahren, 34.000 km, etlichen Höhenmeter und Gefahren unterwegs und der Botschaft “Life is good with a bicycle”. Dazu noch ein Interview. (via PlanetGreen Discovery)

Die ersten Wettkämpfe in Aichach und Landshut

Am Sonntag bin ich in die neue Radsportsaison eingestiegen. Aichach war mein Ziel und als ich bei 5 Grad am Ziel stand auch nur heil durchkommen. Mit mir waren um die 200 Leute verrückt nach einem und zwar von der C-lizenz in die B-Lizenz aufzusteigen. Zwangsläufig passierten dann auch mehrere Unfälle. Zum Glück war ich in keinem verwickelt. Mittendrin machte es der Hagel und sie nasse Stasse nicht einfacher. Ich konnt konsequent der Hauptgruppe folgen, bis es zur entscheidenen letzten Runde gekommen ist. Bergauf ist dann 2-3 Räder vor mir einer gestürzt und ich war leider so unaufmerksam dass ich jemand anderes hinten reinfuhr. Dabei ist nichts passiert, aber durch den Schock und das massive Abbremsen hab ich dann den Anschluss an die Hauptgruppe verloren. Leider wars dann unmöglich alleine dem ganzen Feld nachzufahren. Trotzdem war ich durchaus zufrieden. Und dann kam heute Landshut bei 8 Grad und Dauerregen und Hagel seit mittag, der sich dann zum Renngeschehen legte. Gleich von Anfang an hat sich eine Spitzengruppe von 6 Mann gebildet mit einem Kollegen und mir. Dank der guten Arbeit des restlichen Teams konnten wir einen grossen Vorsprung ausbauen. Und dann begann das große Taktieren. Leider hab ich durch meine Unerfahrenheit viele Fehler gemacht und hab es somit dem Gegner leichter gemacht. Dennoch war es ein durchaus schnelles Rennen mit vielen Attacken unsererseits. Abwechselnd wurde attackiert, doch der Gegner bewies wahre Stärke und stopfte jedes gerissenes Loch. Dadurch haben sie ihren Sieg wahrlich verdient. Für den Einstieg in die Saison bin ich ganz zufrieden und so kann es auch weitergehen. Der nächste Wettkampf ist schon am Sonntag in Günzach.

Aus dem Nebel erscheint ein “Monster”. Eine schöne Hommage an einen der grossen im Radsport, Il grande Fausto. Damals gab es noch wirkliche Männer die bei allen Bedingungen gefahren sind und keine Teams oder Materialwagen hatten.